| Machu Picchu |
Hey Leute, so jetzt finde ich auch nochmal Zeit den Blog mit meinem letzten Post abzuschließen.
Auf meiner Busfahrt von Puno nach Cuzco (8:30-17:00) hatte ich das Glück mit einer Gesellschaft zu fahren, die in die Tour auch mehrer Stops einbaut, so z.b bei 1 Museum, 1 Kirche, 1 Ruine und einer Möglichkeit zum Mittagessen, alles in allem eine gute Tour. So kam ich also um 17:00 in Cuzco der Stadt der Inkas an und muss sagen, dass mich das alles ziemlich beeindruckt hat, die Stadt ist wunderschön, der Plaza de Armas natürlich besonders. Insgesamt war alles so ein bisschen weihnachtlich gestimmt, was ein bisschen komisch wirkte bei ca. 25 Grad. Naja die Sonne war allerdings in Cuzco nicht ganz so krass wie in Arequipa, denn da Cuzco deutlich weiter im landesinneren liegt regnet es auch total viel. Also die ersten 2 Tage habe ich nur die Stadt ein bisschen kennengelernt und habe es mir gut gehen lassen, danach also am 3. Tag kamen Elli und Maike aus Arequipa an, und wir haben eine fest organisierte City Tour gemacht, mit einem Guide der ein bisschen merkwürdig war, aber ansonsten alles sehr interessant und toll, wir haben dabei auch Saqsayhuaman gesehen, eine der berühmtesten und best erhaltenen Inca Ruinen, sie wird von den Touristen auch "Sexy Woman" genannt, weil es sich so ähnlich anhört wenn man es auspricht. Am nächsten tag ging es schon los auf unseren etwas gefürchteten aber auch freudig erwarteten INCA TRAIL :). Leider habe ich mir noch am Abend davor irgendeinen Magen-Darm-Virus zugelegt, der mich noch den ganzen Trip lang beschäftigen sollte....
| Die Gruppe |
Tag 1. nur 6 Stunden recht "ebener Weg" ;). mal 200 rauf, mal 200 runter, aber insgesamt recht entspannt.. nur mit Magen-Darm trotzdem schwer zu genießen, aber das hat das tolle Wetter und die absolut geile Landschaft wieder wett gemacht. Danach erste Nacht im Zelt. sehr entspannt, besser als gedacht :). Das Essen ist unglaublich, wir bekommen immer Frühstück (mit Pfannkuchen), Mittag, Tea-time mit keksen und Kaffee, und sehr gutes Abendbrot, nach jeder Mahlzeit gibt es noch einen Coca oder Munya Tee gegen die Höhe. Leider konnte ich das Essen nicht so genießen.
Tag 2. Der härteste von allen, 1500 Meter bergauf von 2800 auf 4300, mein Rucksack kommt mir vor wie 20 Kilo, und die Höhe ließ jeden Schritt und die komplette Atmung unglaublich langsam werden, nicht so schlimm wie beim Misti, aber trotzdem sehr krass spürbar, leider den Tag davor wenig gegessen.. so kam es dazu das ich ca. 300 Höhenmeter vor dem Ende doch noch um einen 80 Sol (22Euro) teuren Träger nicht herumkam.. es ging einfach nichts mehr. Natürlich hätte man den Träger auch von anfang des Tages fragen können, aber ich dachte mir ich schaffe es.. naja schade ;). Der restliche Weg nach oben war deutlich leichter, auch wenn ich mein Glück kaum fassen konnte als ich oben war, die restlichen 700 Höhenmeter bergab dieses Tages gingen dann auch noch schnell rum. Ankunft im Camp 16:00, tea time, ausruhen und abendbrot (für mich wieder nur tee und kekse).
Tag 3. Der längste Tag aber nur am Anfang recht hohe Steigung (500 Meter), und danach nur noch bergab bzw. eben. Direkt von Anfang des Tages einen Träger genommen, bin da denn doch auf Nummer sicher gegangen ;). 8:00 Gehts los, 3 Ruinen besucht, wirklich schön das ganze Anden-Gebirge ist echt beeindruckend. Letzter Teil des Tages ging es dann nochmal 1.300 Meter Bergab, ging aber recht gut, hatte ja keinen Rucksack auf :). Ankunft im letzten Camp 15:30. Wieder Tea-Time, ausruhen und dann das heftigste Abendbrot der ganzen Tour, Reis, Nudeln, Pizza, Kartoffeln, Gemüse Auflauf, alles.. so viel konnten wir gar nicht essen, die hälfte oder noch mehr blieb liegen (gut für die Träger, denn die konnten/durften (glaube ich) nur die Reste essen). Auch haben wir noch, so ist es üblich in der ganzen gruppe ein Trinkgeld für die Träger eingesammelt. am ende des Abends nochmal abschiedskreis, um die Träger zu verabschieden die am nächsten morgen ja nicht mit zum Machu Picchu kommen sondern den Zug um 7:00 zurück ins nahe gelegene Dorf erreichen müssen, die meisten von ihnen haben Machu Picchu noch nicht einmal gesehen und machen seit 20 Jahren diese Tour mit..
Tag 4. Wir stehen um 3:00 in der Nacht auf um die ersten bei der letzten Kontrolle zu sein und somit auch die ersten bei Machu Picchu, wir gehen ungefähr 5 Minuten und kommen bei der Kontrolle an, 2 1/2 stunden warten und dann durften wir durch :). Danach ca. 2 1/2 stunden zur Puerta del Sol (Sonnengate) von dem aus man den ersten Blick auf Machu Picchu erhaschen sollte, ging leider nicht, man konnte keine 30 Meter weit gucken wegen des Nebels...
| Landschaft der Anden |
Gegen 15:00 ging es dann mit dem Bus in das 1000 Meter weiter abwärts gelegene Dorf Aguas Calientes, der Touri Ort von dem alle zum Machu Picchu starten und auch unser Zug wieder Richtung Cuzco gehen sollte, vorher noch Mittag essen mit der Gruppe, mit denen man sich inzwischen wirklich gut verstand, am lustigsten war eigentlich ein Brasilianer, El Presidente, Carlos, total verrückt. ca. 17:00 Zug zurück nach Cuzco. Ankunft ca. 21:00 danach nur noch ausruhen, total kaputt von allem. Nächsten tag noch ein tag Entspannung, aber nur im Hotel verbracht, da ging auch nichts mehr mit meinen Beinen :D. Am Nächsten Tag gings langsam wieder zurück in die Heimat, 7:00 aus der Tür im Hotel raus, erst Flug von Cuzco nach Lima, dort 12 1/2 Stunden wartezeit, dann weiter nach Panama, dort 7 Stunden wartezeit, dann nach Frankfurt dort 2 Stunden wartezeit, dann nach Hamburg und dann schön von der Familie empfangen werden :)). Leider war mein Koffer noch in Frankfurt hängen geblieben. Insgesamt waren es von Tür zu Tür glaube ich ca. 49 Stunden...
Ja nun bin ich schon seit einiger Zeit wieder hier und kann abschließend nur sagen.., dass es eine der besten Sachen war die ich je in meinem Leben gemacht habe und eine Erfahrung die mich in vielen Dingen sehr viel weiter gebracht hat und die ich unglaublich genoßen habe, ich kann es nur jedem empfehlen. Zusätlich habe ich nur recht gutes Spanisch gelernt und bin stetig dabei es irgendwie anzuwenden, damit ich es nicht verliere, aber es ist toll. Ich habe schon wieder Fernweh........
Also Peru.. Hasta Pronto, wir sehen uns !!!!!!
| Noch ganz am Anfang vom Inca Trail |
P.s Danke fürs Blog-lesen ich hoffe es war interessant und hat euch ein paar Einblicke über meine Zeit gegeben.